Ulrich und sein Praktikum in Indien.

Donnerstag, September 15, 2005

Der rest der Woche verläuft weniger spektakulär und versöhnt mich mit dem Land. Der Kaffee ist HIMMLISCH (Finger weg vom Bier!!). Auch die Küche ist klasse, vor allem weil meine Kollegen das Essen täglich von zu Hause mitbringen und wir alles miteinander teilen. Ausser einem Löffel um die Sossen zu verteilen gibt es allerdings kein Besteck, gegessen wird mit den Fingern (niemals mit der lineken Hand -> die ist füer die bereits erwähnten delikaten Waschungen vorgesehen ^^) und vieles ist scharf (niemals uebertrieben!). Anfangs stelle ich mich wohl ausserordentlich bescheuert an, abeeuer nach dem dritten Tag hier hab ich langsam den dreh raus -> Das Essen landet zum Großteil im Mund.

Autofahren ist ein Abenteuer, nichts ist besser um Morgens wach zu werden als eine halbe Stunde lang (Der weg den ram und ich zum Office brauchen) zwischen TukTuks (Indische Motorisierte Dreiräder die als Personentransportmittel fungieren) Mofafahrern, Autos und Lastern umd nackte ueberleben zu kämpfen. Auf den Strassen in Bangalore herrscht Chaos. Allerdings nur fuer den Aussenstehenden, die Inder scheinen im wilden Hupkonzert immer den Ueberblick zu behalten und auch Rama sieht sehr entspannt aus, wenn er sich seinen Weg durch die Blechlawine bahnt. Zum einen liegt das wohl daran, dass hier selten ueber 30 kmh gefahren wird und so eine Reaktion schneller moeglich ist. Drängeln ist kein Ärgernis sondern Philosophie und so greift der verkehr einfach ineinander indem sich jeder Hupend seinen Platz sucht. Hupen ist hier keines Wegs nur ein Mittel um dem Ärger luft zu verschaffen, der Fahrer zeigt an "ICH KOMMEEE", "ICH Fahre jetzt", "Mach Platz" "Ich bin in deinem toten Winkel" aber natürlich auch "DU VOLLIDIOT". Alles in allem muss ich sagen funktioniert das hier offensichtlich sehr gut und nur wenige autos haben Kratzer oder beulen. Was also im ersten Moment aussieht wie Chaos wird bei näherem insehen zum koordinierten System, in das ich mich allerdings nur als Einheimischer trauen würde.

Die Leute hier haben meistens ein Lächeln auf den Lippen. Indien kann wunderschön sein und auch wenn ich hier viel negatives zu berichten weiss, so ist das nur ein Teilaspekt eines Landes in das man sich durchaus verlieben kann. Als Europäer (weißer) hat man laut rama einen Sonderstatus was Freundlichkeit und Respekt betrifft, selbst der eifrigste Geschäftemacher lässt nach einem bestimmten NO inkl. Kopfschuetteln von einem ab.

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